Vom 1. bis 21. Juli heißt es in Ditzingen wieder: rauf aufs Rad und Kilometer sammeln. Auch wir Grünen sind mit einem eigenen Team beim Stadtradeln dabei. Doch wir möchten die Aktion nicht nur nutzen, um möglichst viele Kilometer zu erradeln. Wir wollen auch genauer hinschauen: Wo läuft es für Radfahrende gut – und wo gibt es noch Verbesserungsbedarf?
Eingeschränkte Sicht und eine unklare Vorfahrtsregelung – hier gibt es Verbesserungsbedarf. Foto: Simone Rathfelder
Den Anfang macht eine Stelle im Neubaugebiet „Ob dem Korntaler Weg“. Dort wurde der Radverkehr richtigerweise vom Autoverkehr getrennt. Zwischen Fahrbahn und Radweg verläuft eine Lärmschutzwand. Das schützt die Anwohnerinnen und Anwohner vor Verkehrslärm, bringt aber ein anderes Problem mit sich: Autofahrende und Radfahrende sehen sich erst sehr spät.
Besonders an der Einfahrt zum Wohngebiet kann das kritisch werden. Wer mit dem Auto ins Wohngebiet einbiegt, hat den parallel verlaufenden Radweg erst im letzten Moment im Blick. Gleichzeitig müssen Radfahrende ihre Aufmerksamkeit stark auf den Autoverkehr richten und abbremsen, um die Situation einschätzen zu können.
Noch ist das Wohngebiet nicht vollständig bewohnt und das Verkehrsaufkommen überschaubar. Doch je mehr Menschen dort leben, desto häufiger werden sich Auto- und Radverkehr begegnen. Deshalb sollten mögliche Gefahrenstellen frühzeitig entschärft werden, bevor es zu Unfällen kommt.
Die Grüne Gemeinderatsfraktion hat daher beantragt zu prüfen, ob die Vorfahrtsregelung an dieser Stelle angepasst werden kann. Ziel ist eine klare und sichere Verkehrsführung, die Missverständnisse vermeidet und die Sichtbeziehungen verbessert.
Während des Stadtradelns möchten wir weitere Themen rund ums Radfahren in Ditzingen aufgreifen. Wer selbst eine Stelle in Ditzingen kennt, die aus Sicht von Radfahrenden verbessert werden könnte, kann uns seine Anregungen gerne an vorstand@gruene-ditzingen.de senden.
Uns ist aber auch wichtig zu zeigen, wie viel Freude das Radfahren macht: Es ist gesund, klimafreundlich, oft schnell und eine wunderbare Möglichkeit, die eigene Stadt zu erleben. Damit das so bleibt, braucht es sichere Wege, verständliche Verkehrsführungen und ein rücksichtsvolles Miteinander. Denn Radfahren soll vor allem eines sein: ein Riesenspaß – und kein Risiko.
Simone Rathfelder