Mehr Radfahren! Das würde uns allen guttun.
Weil Radeln Spaß macht (darauf kommen wir gleich zurück) und weil es gesünder und billiger, oft auch flexibler und schneller ans Ziel bringt. Jede Radfahrt entlastet Parkflächen und Straßenraum, schützt das Klima, hält die Luft sauber. So viele Vorteile. Nur, warum fährt Ditzingen dann nicht mehr Fahrrad? Warum bekommen wir im Fahrradklimatest (ADFC) anhaltend mäßige bis schlechte Noten? Sicher ein Grund dafür ist: Wer in Ditzingen radelt, fühlt sich auf der Straße wenig willkommen.
Danke, ADFC: Info-Banner bringen das Problem auf den Punkt (Foto: Ulrich Steller)Ganz besonders bremst es den Spaß, wenn man – alltägliche Erfahrung, leider – immer wieder gefährlich eng überholt wird. Dabei ist es ganz einfach: Die Straßenverkehrsordnung schreibt innerorts 1,50 Meter Abstand vor. Ein beliebiger Zollstock zeigt, dass das mehr ist als die zwei Handbreit, die man als „Ditzinger Elle“ bezeichnen könnte. Daraus folgt eine freundliche, aber wirklich große dringende Bitte: Liebe Autofahrerinnen und Autofahrer, haltet euch an die StVO! Die Elle ist zu wenig. Ein Schlagloch (große Auswahl!), ein kleiner Schwenk (Zentimeter genügen!), und schon wird es gefährlich. Die gleiche Bitte schicken wir aber auch in die Gegenrichtung: Liebe Radlerinnen und Radler, man darf auch Fußgänger nur mit 1,50 Meter Abstand überholen. Liebe Fans von Elektrokleinstfahrzeugen (zu Deutsch: Scootern), für euch gilt das ebenfalls! Ein echter Fall von universeller Gleichberechtigung im Verkehr. Wenn sich alle daran halten, können wir sogar in Zeiten knapper Finanzen „o'gstreift“ stadtradeln und überhaupt radeln. Vielen Dank und allen eine gute Fahrt! PS: Wir Grünen bewegen etwas. Mit Anregungen zum Radverkehr gerne Kontakt aufnehmen!
(Ulrich Steller, 21. 07. 2026)