„Die Bahn – Mobilität der Zukunft“
Die Bahn ist ein komplexes sehr aktuelles Thema. Wir freuen uns, dass unsere Podiumsdiskussion am 30.6. in Gerlingen mit einem prominent besetzten Panel aus Experten viele Besucher*innen anzog.
Foto: Udo Hielscher
Der Qualitätsanwalt in BaWü, M. Lieb, brachte die Probleme zu Beginn auf den Punkt: Steigende Zugzahlen auf einem immer kleineren, unflexibleren Netz führen zu deutlich höherer Auslastung. Dadurch nehmen Engpässe und Verspätungen zu. Die überalterte, störanfällige Infrastruktur gibt keine Lösungsmöglichkeiten. Künftig wird es zudem zu wenig Personal geben, um dieses veraltete System zu betreiben. Notwendig sind deshalb neue Technik, die auch weniger Personal erfordert und der Ausbau muss schneller werden.
MdB M. Gastel und MdB S. Detzer erläuterten die Abläufe im Verkehrausschuss und bei der DB. Ziele müssen sein: eine ausreichende verlässliche Finanzierung der Bahn, eine Beschleunigung der Modernisierung und Digitalisierung und die besser Organisation nach dem Vorbild Österreichs.
Die Industrievertreter*innen von Hitachi aus Ditzingen, die mit I. Vollers (CEO) und M. Fritz (VP Deutschland und DB) dabei waren, erläuterten, dass der japanische Konzern Hitachi in Deutschland investiert, weil man an Europa und die Bahn glaube. In Ditzingen und Arnstadt (TH) wird moderne digitale Leittechnik entwickelt und produziert. Weitere attraktive Arbeitsplätze entstehen und die Industrie steht bereit die Bahn mittel- und langfristig zu digitalisieren und zu einem moderneren Verkehrsträger weiter zu entwickeln.
Unsere vielen Gäste hatte in der Diskussionsrunde viele Fragen, die von Stuttgart 21, den Entscheidungsstrukturen bei der DB und im Bundestag über technische Fragen zu Zugtechnologie bis zur Sicherung kritischer Infrastruktur reichten und die Frage nach den Positionen der unterschiedlichen Parteien einschloss.
Frank Straile